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Der Verband Deutscher Sportfischer e. V. hat den Nordseeschnäpel zum Fisch des Jahres 1999 gewählt.
Er will damit auf die Gefährdungssituation dieser Wanderfischart hinweisen.
Der Nordseeschnäpel gehört zu den Coregonen (lat. Coregonus oxyrhynchus), wie Maränen, Felchen und Renken.
Er kann über 50 cm lang und mehr als 2 kg schwer werden. Er ist an
seiner nasenförmig verlängerten Schnauze und seiner Fettflosse leicht
erkennbar.
Der Schnäpel steigt im Herbst zum Laichen, ähnlich wie der Lachs,
aus dem Meer in die Flüsse auf und wandert als Jungfisch in die
Küstengewässer der Nord- und Ostsee.
Vor 100 Jahren wurden jährlich noch über 30.000 kg in den Unterläufen von Rhein, Elbe, Weser, Ems und Eider gefangen.
In den 50er Jahren sind die früher reichen Bestände rapide
zurückgegangen. In den 70er und 80er und bis in unser Jahrzehnt galt
der Schnäpel als ausgestorben.
Auch in der Ostsee gab es starke Schnäpelbestände. Der
Ostseeschnäpel unterscheidet sich äußerlich nicht vom Nordseeschnäpel,
gilt aber als eigene Unterart. Zur Zeit wird versucht, über eine
DANN-Analyse die beiden Arten zu definieren.
Mit zunehmender Verschmutzung der Flußmündungsgebiete, durch
Schiffbarmachung der Flüsse, Vernichtung von Laichplätzen und
Überfischung war der Nordseeschnäpel schließlich ganz verschwunden.
Ende der 80er Jahre wurden im Rahmen des schleswig - holsteinischen
Fischartenhilfsprogramms die vom Aussterben bedrohten Nordseschnäpel
mit ursprünglich dänischem Eimaterial erfolgreich gezüchtet und
vorgestreckt.
Inzwischen sind in einigen Flussläufen
Wiedereinbürgerungsmaßnahmen mit Nordseeschnäpeln durchgeführt worden.
Zugleich wurde er unter vollständigen Schutz gestellt.
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